Kapitel · 7 Abschnitte
Kapitel 01
Was kostet eine Firmenwebsite?
Bei Kienzl Media in Geretsried beginnt eine Firmenwebsite bei 2.900 € netto, die meisten Projekte liegen zwischen 6.000 und 12.000 €. Enthalten ist alles, was die Seite zum Laufen braucht: Strategie, Aufbau, Design, Texte, SEO-Grundgerüst und Technik. Der Betrag steht als Festpreis im schriftlichen Angebot, bevor du zusagst.
Dass im Netz 1.000 € und 20.000 € für dasselbe Wort stehen, hat einen einfachen Grund: Es gibt keine Website, so wie es kein Auto gibt. Eine Seite mit zwölf Unterseiten, eigenen Texten und einer Buchungsstrecke ist ein anderes Produkt als eine Vorlage, in die jemand ein Logo setzt. Verglichen wird trotzdem der Preis.
Für einen Betrieb im Oberland gilt dabei dieselbe Spanne wie für einen Kunden in Hamburg. Der Preis hängt am Umfang, nicht an der Postleitzahl. Eine Spanne nützt dir deshalb nur, wenn dazu steht, was drin ist. Den Rest dieser Seite kannst du als Rechnung lesen: erst die Preistreiber, dann drei Größen mit Preis, dann die laufenden Kosten.
Kapitel 02
Wovon hängt der Preis ab?
Vom Umfang, von den Inhalten und davon, wie viel die Website können soll. Sechs Punkte erklären fast jeden Preisunterschied, den du zwischen zwei Angeboten findest:
- **Umfang und Seitenzahl.** Eine starke Seite ist schneller gebaut als zwölf, von denen jede ihre eigene Suchanfrage bedient. Jede weitere Leistungsseite kostet eigene Struktur und eigenen Text.
- **Texte.** Der größte stille Kostenblock. Wer die Texte selbst liefert, zahlt weniger und wartet dann oft Monate auf sich selbst. Wer sie schreiben lässt, zahlt dafür und ist in Wochen fertig.
- **Funktionen.** Ein Kontaktformular ist Standard. Eine Buchungsstrecke mit Verfügbarkeiten, ein Kundenportal mit Login oder die Anbindung an Warenwirtschaft und CRM ist Entwicklung statt Gestaltung, und damit der größte einzelne Preissprung.
- **Marke.** Liegen Logo, Farben und Schriften vor, wird gestaltet. Fehlen sie, kommt die Markenarbeit davor, und die lässt sich nicht nebenbei erledigen.
- **Relaunch statt Neubau.** Bei einer bestehenden Seite kommt der Umzug dazu: Inventur der Platzierungen, Weiterleitungen, Übernahme der Inhalte, die funktionieren. Was dabei zu tun ist, steht im Ratgeber Website-Relaunch.
- **Sprachen.** Jede weitere Sprache verdoppelt die Textarbeit und braucht eine eigene technische Struktur, damit Google versteht, welche Fassung für welchen Markt gilt.
Was den Preis kaum bewegt: ob die Seite modern aussieht. Gutes Design ist eine Entscheidung, keine Zusatzleistung, und es kostet nicht mehr als mittelmäßiges.
Kapitel 03
Was bekommst du für welches Budget?
Drei Größen decken bei uns fast jedes Vorhaben ab. Der Unterschied liegt nicht in der Qualität, sondern im Umfang:
- **Fundament, ab 2.900 €.** Eine starke Seite mit allem Wichtigen, von Hand gestaltet, Texte von uns, ausgerichtet auf deine Hauptleistung und deine Stadt. Für Neugründungen und Betriebe, die online bisher kaum stattfinden.
- **Wachstum, ab 5.900 €.** Dazu eine eigene Seite je Leistung, SEO-Grundgerüst ab Tag eins, Aufbereitung für ChatGPT und Co., Team und Standort, ein Karriere-Bereich. Für etablierte Betriebe mit mehreren Leistungen oder Standorten. Hier liegen die meisten Projekte.
- **Maßarbeit, ab 12.900 €.** Dazu Buchungs- und Anfragestrecken, ein Kundenportal mit Login, die Anbindung an deine Systeme, eine komplette Markenwelt. Für Unternehmen, bei denen die Website Arbeit abnehmen soll, statt nur zu informieren.
Die Sprünge zwischen den drei Größen sind Arbeitsumfang, keine Preispolitik. Von 2.900 auf 5.900 € kommt vor allem die Arbeit dazu, die niemand sieht: Recherche, Aufbau, Text. Ab 12.900 € wird entwickelt, nicht mehr nur gestaltet.
Kapitel 04
Baukasten, Freelancer oder Agentur: wo liegt der Unterschied?
Im Preis liegen die drei Wege weit auseinander, im Ergebnis noch weiter, und nicht immer zugunsten des teuersten. Was jeweils dahintersteckt:
- **Baukasten.** Du zahlst eine Monatsgebühr und machst die Arbeit selbst: Aufbau, Texte, Bilder, Pflege. Rechne deine eigenen Stunden mit, dann ist der Baukasten seltener günstig als gedacht. Für eine Einzelunternehmerin, die eine Visitenkarte im Netz braucht, kann er trotzdem richtig sein.
- **Freelancer.** Meist der niedrigste Projektpreis, und du bekommst eine Person, die eine Sache sehr gut kann, oft Design oder Technik. Was dann häufig bei dir bleibt: Texte, Sichtbarkeit, Rechtliches. Und bei Krankheit oder Auftragsflaute steht das Projekt still.
- **Agentur.** Du kaufst die Arbeitsteilung mit ein: Strategie, Text, Gestaltung, Technik, Sichtbarkeit. Das kostet mehr und trägt länger, solange du einen festen Ansprechpartner hast und nicht in einer Kette aus Projektmanagern landest.
Belastbare Durchschnittspreise für den deutschen Markt gibt es nicht, nur Umfragen einzelner Anbieter. Deshalb steht hier keine Vergleichszahl. Aussagekräftig ist ohnehin erst der Vergleich zweier Angebote mit demselben Umfang.
Kapitel 05
Welche laufenden Kosten kommen dazu?
Nach dem Livegang fallen Hosting und Wartung an, bei uns 39 € im Monat für reines Hosting oder 149 € für Full-Service mit Updates, Backups und einer Stunde Änderungen im Monat. Im Projektpreis ist das nicht enthalten, und wir sagen es vorher statt auf der ersten Rechnung.
Laufende Sichtbarkeit ist optional. Die SEO & GEO Betreuung beginnt bei 449 € im Monat mit 12 Monaten Laufzeit. Hosting und Wartung sind dort enthalten. Wer die Website als Anfragekanal nutzen will, braucht sie. Wer eine solide Visitenkarte will, nicht.
Nicht vergessen: Bildmaterial. Fotoshootings gehören nicht zum Projektpreis, und wenn eigene Motive fehlen, kommen gekaufte Bilder dazu. Anzeigenbudget für Google Ads ist davon getrennt, es geht direkt an Google.
Kapitel 06
Woran erkennst du ein faires Angebot?
Ein faires Angebot nennt einen Festpreis und dazu den Umfang, für den er gilt. Diese sieben Punkte lassen sich an jedem Angebot abhaken, an unserem auch:
- Ein Festpreis. Keine Schätzung mit offenem Ende.
- Die Seitenzahl steht darin, nicht das Wort Website.
- Es steht dabei, wer die Texte schreibt. Das ist der häufigste Streitpunkt nach der Auftragserteilung.
- Hosting und Wartung sind getrennt ausgewiesen, mit einem Monatsbetrag, den du nachrechnen kannst.
- Bei einem Relaunch wird der Umzug der alten Adressen erwähnt, ohne dass du danach fragen musst.
- Rechtliches ist benannt: Impressum, Datenschutz, Bildrechte, für viele Betriebe inzwischen auch Barrierefreiheit.
- Am Ende gehört die Website dir, auch wenn sie bei der Agentur gehostet wird.
Kein gutes Zeichen ist dagegen ein Preis am Telefon ohne eine einzige Rückfrage zu deinem Vorhaben. Wer nicht fragt, hat eine Vorlage im Kopf.
Kapitel 07
Gibt es Förderung für eine neue Website?
In Bayern ja, aber nicht für jede Website. Der Digitalbonus Bayern übernimmt bis zu 50 % der förderfähigen Ausgaben, höchstens 7.500 € beim Digitalbonus Standard, möglich ab 4.000 € förderfähigen Ausgaben. Die Förderrichtlinie des bayerischen Wirtschaftsministeriums gilt seit dem 1. Juli 2024 und läuft bis zum 31. Dezember 2027.
Der wichtige Satz steht im Kleingedruckten: Standard-Webseiten und Standard-Webshops sind ausdrücklich nicht förderfähig, Standard-Online-Marketing ebenfalls nicht. Gefördert werden Lösungen mit tiefer funktioneller Einbindung in die betrieblichen Abläufe. Für eine klassische Firmenwebsite heißt das: kein Geld. Für eine Buchungsstrecke, ein Kundenportal oder die Anbindung an deine Warenwirtschaft lohnt es sich, den Antrag zu prüfen.
Zwei Bedingungen entscheiden über alles: Der Antrag muss vom Unternehmen selbst kommen, und er muss vor dem Auftrag gestellt werden. Wer erst beauftragt und dann beantragt, geht leer aus. Seit Mai 2025 braucht die Antragstellung ein ELSTER-Unternehmenskonto.

Fachlich verantwortet von
Christopher Kienzl
Gründer von Kienzl Media, 14+ Jahre Erfahrung im Bereich Webdesign und Frontend. Die Ratgeber erklären die Grundlagen so, wie wir sie im Projekt selbst anwenden.
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