Häufige Fragen

Häufige Fragen zum BFSG

Gilt das BFSG auch für reine B2B-Websites?

In aller Regel nein. Das Gesetz schützt Verbraucher, und wer ausschließlich an Unternehmen verkauft, ist bei den erfassten Dienstleistungen nicht gemeint. Zwei Dinge solltest du trotzdem prüfen: Können Privatkunden bei dir faktisch doch bestellen oder buchen? Und stellst du Produkte her oder vertreibst du welche, die selbst unter das Gesetz fallen? Dann sieht die Sache anders aus.

Bin ich als Kleinstunternehmen wirklich ausgenommen?

Bei Dienstleistungen ja, wenn beide Schwellen gleichzeitig gelten: weniger als zehn Mitarbeitende und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz beziehungsweise Jahresbilanzsumme. Für Produkte greift die Ausnahme nicht. Und sie beschreibt deinen heutigen Stand, keinen dauerhaften Freibrief: Wer wächst, fällt irgendwann darunter.

Reicht ein Overlay-Tool, das Barrierefreiheit per Knopfdruck herstellt?

Nein, ein Overlay-Tool stellt keine Barrierefreiheit her. Ein Skript, das Kontraste umschaltet und Schrift vergrößert, ändert nichts an fehlenden Alternativtexten, an einer Navigation, die sich mit der Tastatur nicht bedienen lässt, oder an einer kaputten Überschriften-Struktur. Betroffene berichten regelmäßig, dass solche Ebenen ihre eigenen Hilfsmittel eher stören als unterstützen. Die Anforderungen gelten für die Website selbst, nicht für ein Widget davor.

Was kostet Barrierefreiheit?

Das hängt daran, ob sie mitgebaut oder nachgerüstet wird. In einem neuen Projekt ist sie Teil der Bauweise und kein eigener Posten, denn Kontraste, Struktur, Tastaturbedienung und Formulare entstehen ohnehin genau einmal. Im Bestand richtet sich der Aufwand nach der Substanz: Einzelne Korrekturen sind schnell erledigt, eine Navigation oder ein Buchungsprozess, die grundsätzlich nicht mitspielen, sind ein eigenes Vorhaben. Deshalb steht am Anfang die Bestandsaufnahme, nicht das Angebot.

Muss meine bestehende Website sofort umgebaut werden?

Wenn du unter die Pflicht fällst, läuft sie bereits seit dem 28. Juni 2025. Einen allgemeinen Aufschub für Websites gibt es nicht, die Übergangsregeln im Gesetz zielen auf Geräte und laufende Verträge. Sinnvoll ist trotzdem kein Rundumschlag, sondern eine Reihenfolge: erst die Wege, über die Kunden buchen und kaufen, dann der Rest. Wer anfängt und festhält, was in welcher Reihenfolge passiert, steht deutlich besser da als wer wartet.

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Unsicher, wo deine Seite steht?

Schildere kurz, was auf deiner Website passiert: Termine, Bestellungen oder nur Information. Du bekommst eine ehrliche Einschätzung, was das für deine Seite heißt, und falls etwas zu tun ist, ein schriftliches Angebot mit Festpreis.

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